Portfolio Management 7 min Lesezeit

    Cost of Delay in Versicherungsprojekten

    Wenn jedes Vorhaben 'höchste Priorität' hat, hat keines mehr Priorität. Cost of Delay (CoD) ist das Werkzeug, das diese Diskussion ehrlich macht: Was kostet es uns, wenn dieses Vorhaben einen Monat später live geht? Versicherer können CoD verblüffend gut beziffern — wenn man weiß, wo man hinschaut.

    Vier typische CoD-Quellen in Versicherungen

    1. Direkter Umsatz (z. B. neue Tarife pro Quartal)
    2. Schadenaufwand-Reduktion (z. B. Betrugsprävention)
    3. Regulatorische Strafzahlungen oder Reputationsrisiken
    4. Operative Kosten (z. B. manuelle Bearbeitung wegen fehlender Automation)

    So schätzt man CoD pragmatisch

    Nicht jede Schätzung muss aktuariell sein. Eine Bandbreite (Low/High) pro Monat reicht aus, um sinnvolle Vergleiche zwischen Vorhaben zu ermöglichen. Diskutiert wird im Portfolio-Board, dokumentiert in einer einfachen Tabelle.

    Was sich verändert, wenn man CoD ernst nimmt

    • Lieblingsprojekte verlieren ihren Status, wenn sie nichts kosten würden im Verzug
    • Kleine schnelle Vorhaben überholen große langsame
    • Diskussionen werden faktisch — nicht politisch

    Häufige Fallstrick

    CoD wird zur Pseudo-Wissenschaft erklärt. Das endet in monatelangen Excel-Schlachten. Halten Sie es einfach: Bandbreiten, dokumentierte Annahmen, vierteljährliche Überprüfung.

    Möchten Sie das für Ihr Versicherungsunternehmen konkret durchspielen?

    Mehr Kontext zu unserer Arbeit mit Versicherern finden Sie auf unserer Übersichtsseite Agile Coaching für Versicherer.

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