Cost of Delay in Versicherungsprojekten
Wenn jedes Vorhaben 'höchste Priorität' hat, hat keines mehr Priorität. Cost of Delay (CoD) ist das Werkzeug, das diese Diskussion ehrlich macht: Was kostet es uns, wenn dieses Vorhaben einen Monat später live geht? Versicherer können CoD verblüffend gut beziffern — wenn man weiß, wo man hinschaut.
Vier typische CoD-Quellen in Versicherungen
- Direkter Umsatz (z. B. neue Tarife pro Quartal)
- Schadenaufwand-Reduktion (z. B. Betrugsprävention)
- Regulatorische Strafzahlungen oder Reputationsrisiken
- Operative Kosten (z. B. manuelle Bearbeitung wegen fehlender Automation)
So schätzt man CoD pragmatisch
Nicht jede Schätzung muss aktuariell sein. Eine Bandbreite (Low/High) pro Monat reicht aus, um sinnvolle Vergleiche zwischen Vorhaben zu ermöglichen. Diskutiert wird im Portfolio-Board, dokumentiert in einer einfachen Tabelle.
Was sich verändert, wenn man CoD ernst nimmt
- Lieblingsprojekte verlieren ihren Status, wenn sie nichts kosten würden im Verzug
- Kleine schnelle Vorhaben überholen große langsame
- Diskussionen werden faktisch — nicht politisch
Häufige Fallstrick
CoD wird zur Pseudo-Wissenschaft erklärt. Das endet in monatelangen Excel-Schlachten. Halten Sie es einfach: Bandbreiten, dokumentierte Annahmen, vierteljährliche Überprüfung.
Möchten Sie das für Ihr Versicherungsunternehmen konkret durchspielen?
Mehr Kontext zu unserer Arbeit mit Versicherern finden Sie auf unserer Übersichtsseite Agile Coaching für Versicherer.
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